
Optischer Richtfunk dient der kabellosen Datenübertragung über Entfernungen bis zu einigen Kilometern. Da optischer Richtfunk in der Regel Laser nutzt, können extrem hohe Datenraten erreicht werden. Kommerziell verfügbare optical wireless Systeme erreichen bereits bis zu 2,5 Gigabit/s (STM-16).
Optischer Richtfunk, oder auch neudeutsch Free-Space Optics, kann überall dort eingesetzt werden, wo hochbitratige Verbindungen benötigt werden und Glasfaserkabel nicht vorhanden bzw. zu teuer ist.
Anwendungsfälle sind:
- Lan-zu-Lan-Verbindungen ("Optical Wireless Bridge") auf Betriebsgeländen (Fast Ethernet; Gigabit Ethernet).
- Lan-zu-Lan-Verbindungen innerhalb einer Stadt
- Überwindung einer Strasse
- Schnell bereitzustellender Breitband-Zugang zu Metronetzen von Telecom-Anbietern (Carriern)
- Kombinierte Sprach-Daten-Verbindungen
- Einsatz zur Wiederherstellung von Verbindungen (Disaster Recovery)
- Als Alternative oder AddOn zu anderen wireless Technologien wie WLAN (Wireless Lan P2P) und WMAN (Wireless MAN)
Da der Strahl doch verhältnismäßig schmal verläuft, ist dieser Art der schnurlosen Punkt-zu-Punkt-Verbindungen sehr sicher.

Und da es sich um Licht und nicht um Mikrowellen handelt ist mit optische Freiraumdatenübertragung natürlich auch für gute Umweltverträglichkeit und Wohlbefinden gesorgt (EMVU).
Sicherheitshinweis! Seit einiger Zeit befinden sich Optical Wireless Bridges der Laserklasse 3B auf dem Markt. Sollten Sie so ein Gerät besitzen achten Sie auf die Einhaltung der notwendigen Sicherheitsvorkehrungen, die Sie bei Ihrer Berufsgenossenschaft erfahren oder kaufen Sie ein neues Gerät der Laserklasse 1M beim erfahrenen Systemintegrator, z.B. Pan Dacom. Weitere Informationen zum Thema Sicherheit mit FSO auch unter "Häufige Fragen".
Weitere Informationen über den Einsatz von Optical Wireless Systemen und die FSO-Technologie finden Sie auf: :www.freespaceoptics.org (eng.)

|