Definition und Geschichte

Definition und Geschichte

Der Optische Richtfunk ist eine optische Kommunikationstechnologie, die sich im freien Raum ausbreitendes Licht zur drahtlosen Übertragung von Daten für die Telekommunikation oder Computervernetzung nutzt. "Freier Raum" bedeutet Luft, Weltraum, Vakuum oder ähnliches. Optische Kommunikationen in verschiedenen Formen werden seit Tausenden von Jahren verwendet. Die alten Griechen verwendeten ein codiertes alphabetisches Signalisierungssystem mit Fackeln, das von Cleoxenus, Democleitus und Polybius entwickelt wurde. 1880 schufen Alexander Graham Bell und sein Assistent Charles Sumner Tainter das Fotophon. Bell betrachtete es als seine wichtigste Erfindung. Das Gerät ermöglichte die Übertragung von Schall auf einen Lichtstrahl. Am 3. Juni 1880 leitete Bell die weltweit erste drahtlose Telefonübertragung zwischen zwei Gebäuden. Die Entfernung betrug rund 200 Meter. Die erste praktische Anwendung fand sie viele Jahrzehnte später in militärischen Kommunikationssystemen, zunächst für die optische Telegraphie. Die Erfindung der Laser in den 1960er Jahren revolutionierte die Freiraumoptik. Militärorganisationen zeigten besonderes Interesse und förderten ihre Entwicklung. Die Technologie verlor jedoch an Marktdynamik, als die Installation von Glasfasernetzen für zivile Zwecke ihren Höhepunkt erreichte.

Die optische Telefonkommunikation wurde am Ende des Krieges getestet, jedoch nicht auf Truppenebene eingeführt. Darüber hinaus wurden spezielle Blinkgeräts für die Kommunikation mit Flugzeugen, Ballons und Panzern mit unterschiedlichem Erfolg eingesetzt. Rückblickend auf die gesamte Geschichte war die Entfernung sowie die Geschwindigkeit, mit der Informationen mit Hilfe von Semaphorgeräten übertragen werden konnten, selbst im 18. Jahrhundert recht begrenzt. Ein großer Fortschritt war 1792 zu verzeichnen, als Claude Chappe auf die Idee kam, mechanisch codierte Nachrichten mithilfe von Zwischenstationen über große Entfernungen zu übertragen. Der erste optische Fernschreiber dieser Art wurde im Juli 1794 zwischen Paris und Lille in Dienst gestellt. Einige Jahrzehnte später erweiterte sich dieses Netzwerk in ganz Europa. Es war einer der größten technologischen Durchbrüche des 19. Jahrhunderts.

Die Rolle des Lichts in solchen Systemen bestand einfach darin, die codierten Signale sichtbar zu machen, damit sie von den Relaisstationen abgefangen werden können. Die optomechanischen Kommunikationssysteme des 19. Jahrhunderts waren naturgemäß langsam. Im Laufe der Zeit begann dieses System natürlich immer schneller zu arbeiten und ist heute für das ursprüngliche System nicht mehr zu übertreffen. Analoge elektrische Techniken beherrschten Kommunikationssysteme bis zur Umstellung auf optische Schemata 100 Jahre später. Optische Fasern waren in den 1960er Jahren erhältlich und wurden zur Herstellung von Gastroskopen und anderen Geräten verwendet, für die nur eine kurze Faserlänge erforderlich war. Niemand dachte wirklich daran, dies für die optische Kommunikation zu nutzen, aber die Idee war da und begann sich zu entwickeln.